Nachrichten zum Thema Geschichte

04.01.2024 in Geschichte

Eduard Bernstein (6. Januar 1850 – 18.12.1932)

 

An ihm schieden sich um die Jahrhundertwende 1900 und scheiden sich bis heute die Geister: War sein „Revisionismus“der sozialistischen Idee förderlich oder schädlich?

Bernstein erlangte nach seinem Eintritt bei den „Eisenachern“ schnell heblichen Einfluss innerhalb der SDAP. Mit August Bebel und Wilhelm Liebknecht war er entscheidend an der Vorbereitung des Gothaer Vereinigungsparteitages von SDAP und der ADAV 1875 beteiligt. Nach dem Inkrafttreten des Sozialistengesetzes und dem Verbot der SAP arbeitete er in der Schweiz als Redakteur des „Sozialdemokrat“. 1888 musste er auf Betreiben der preußischen Regierung, die ihn per Haftbefehl verfolgte, die Schweiz verlassen und ging nach London, wo er mit Engels zusammenarbeitete.

02.12.2023 in Geschichte

Carlo Schmid Sozialdemokrat des Monats Dezember 2023

 
Carlo Schmid und Willy Brandt 1960

* 3.12.1896 - † 11.12.1979

Zu seinem 125. Geburtstag 2021 schrieb der Vorwärts: „Dass Carlo Schmid trotz seiner zahlreichen Verdienste keinen zentralen Platz im „kollektiven Gedächtnis“ der SPD ergattern konnte, mag daran liegen, dass er es letztlich zu keinem hohen politischen Amt brachte – und so manchen Genossinnen und Genossen wohl doch auf zu großer intellektueller Flughöhe unterwegs war.“

Schmid gehört zu den Vätern des Grundgesetzes und des Godesberger Programms; er setzte sich stark für die europäische Integration und die deutsch-französische Aussöhnung ein. Er war Kandidat zum Bundespräsidentenamt 1959 und Bundesratsminister im Kabinett Kiesinger (1966–69) und von 1969 bis 1972 Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Von 1949 bis 1972 gewann er bei den Bundestagswahlen in seinem Mannheimer Wahlkreis das Direktmandat für die SPD.

31.10.2023 in Geschichte

Gustav Radbruch (* 21. November 1878 in Lübeck; † 23. November 1949 in Heidelberg)

 

Gustav Radbruch studierte Jura in München, Leipzig und Berlin.

Er war bereits 1910 zum außerordentlichen Professor an der Universität Heidelberg berufen worden. Von 1914 bis 1918 war er Soldat. Er trat, nachdem er sich für die Kieler Matrosen im Kampf gegen die Fortsetzung des 1. Weltkrieges eingesetzt hatte, 1918 in die SPD ein. Er blieb im Norden, konnte aber als nunmehriges bekennendes SPD-Mitglied nur gegen den erheblichen Widerstand der Kollegen in der juristischen Fakultät 1919 zum Professor an der Universität Kiel berufen werden.

Radbruch war von 1920 bis 1924 Mitglied des Reichstags. Von Oktober 1921 bis zum November 1923 war er Reichsjustizminister in drei Kabinetten (Wirth II, Stresemann I und II).

11.06.2023 in Geschichte

Vor 90 Jahren: 22. Juni 1933: Verbot der SPD

 

Am 17. Mai 1933 hielt Hitler seine erste außenpolitische Rede im Reichstag. Sie war als „Friedensrede“ gedacht, da er sich darin u.a. für einen Viererpakt zwischen Frankreich, Großbritannien, Italien und Deutschland stark machte.

Über die Hälfte des SPD-Vorstands befand sich bereits nicht mehr im Deutschen Reich, sondern im damals abgetrennten Saarland bzw. in Prag. 
 

02.05.2023 in Geschichte

Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV) in Leipzig

 

Am 23. Mai 1863 erfolgte die Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV), der ersten selbständigen deutschen Arbeiterpartei. Zum Teil wegen organisatorischer Erfordernisse, zum Teil aber auch auf Grund von Lassalles spezifischem Demokratieverständnis wurde der Verband gemäß seinen Statuten streng zentralistisch aufgebaut und „so diktatorisch als möglich organisiert“ (Lassalle). Lassalle erhielt die Präsidialbefugnis für den langen Zeitraum von fünf Jahren. Er starb am 31. August 1864 in einem Pistolenduell.