(Social-) Demokrat des Monats November

Veröffentlicht am 02.11.2025 in Geschichte

Robert Blum 10.11.1807 in Köln - 9.11.1848 in der Brigittenau bei Wien

Robert Blum war einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Revolution von 1848. Geboren in ärmlichen Verhältnissen in Köln eignete sich Robert Blum aus eigener Kraft ein breites literarisches und historisches Wissen an. Sein Lebens- und Bildungsweg ist so umfang- und ereignisreich, dass hier nur wenige Stationen am Ende nachgezeichnet werden. Eine sehr umfangreiche und lesenswerte Beschreibung dieser Wege findet man bei  Wikipedia.

Obwohl weit vor der Gründung der SPD bereits hingerichtet, ist seine politische Programmatik und seine politische Aktivität ein Vorbild für die sozialdemokratische Politik. Robert Blum zählt zu den populärsten deutschen Demokraten des 19. Jahrhunderts. Er war ein herausragender Vorkämpfer für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Einheit und Völkerverständigung und starb für diese Ideale den Märtyrertod in der Revolution von 1848.

Er war sowohl ein Unterstützer der polnischen Freiheitsbewegung gegen Russland, Österreich und Preußen als auch der griechischen Freiheitsbewegung gegen das osmanisch Reich. Er war europaweit gereist als Handwerker „auf der Walz“. Sein massenwirksames politisches Engagement begann 1845 in Zwickau, wo er gegen den Besuch eines österreichischen Prinzen, der als Vertreter der Polenunterdrücker angesehen wurde, auftrat und in der Folge in den Zwickauer Stadtrat gewählt wurde. Von diesem wurde er in das Frankfurter Vorparlament 1848 entsandt, wo er dem linksliberalen Flügel angehörte. Er sprach sich vor allem für die sofortige Einführung der Republik aus. Zu seinen weiteren Programmpunkten gehörten die Gleichberechtigung der Frauen und die Anerkennung des Arbeiterstandes und damit die Ausweitung des Wahlrechts auf alle Bürgerinnen und Bürger. Er zählte jedoch nicht zu jenen, die den bewaffneten Gruppen beitraten, weder in Baden noch in anderen Teilen des Landes.

Als in Österreich die kaiserlichen Truppen gegen die Wiener Revolutionäre eingesetzt wurden, reiste im Auftrag der Frankfurter Nationalversammlung zum Schutz der Aufständischen nach Wien. Ihm wurde die Teilnahme an den bewaffneten Auseieinandersetzung zur Last gelegt. Trotz der parlamentarischen Immunität wurde er gefangengenommen und von einem Standgericht am 8. November zum Tod durch Erschießen verurteilt und am 9. November 1848 mit drei Schüssen hingerichtet.