Carolina Böhme ist seit Februar 2017 Bezirksstadträtin für die Abteilung Jugend und Gesundheit Steglitz-Zehlendorf (SPD).

Es gibt sie doch – Die Jugend in Steglitz-Zehlendorf. Hinter uns liegt ein langer und warmer Sommer. Alle Bewohner und Bewohnerinnen haben diesen genossen, vorwiegend draußen, so auch die Jugendlichen. Infolge dessen kam es in diesem Sommer vermehrt zu Beschwerden hinsichtlich nächtlicher Ruhestörungen und hinterlassenem Müll in Parkanlagen.

Wir alle können uns erinnern, wie es ist jung zu sein. Das Treffen mit Freunden, auf jeden Fall außerhalb der elterlichen Reichweite, im Sommer gerne draußen, das gehört dazu. Leider fehlt es in Steglitz-Zehlendorf, wie übrigens in anderen Bezirken auch, an genügenden und attraktiven Treffpunkten für Jugendliche. Laut dem Berliner Index, gemessen an der Bevölkerungszahl, sollten in unserem Bezirk ca 5.900 Plätze für die Freizeitnutzung von Jugendlichen zur Verfügung stehen. Davon sind wir noch fast 2.300 Plätze entfernt, mit anderen Worten, die Versorgung ist zu knapp 60 % gesichert.

Darüber hinaus zeichnet sich Steglitz-Zehlendorf dadurch aus, dass eine Menge der Jugendfreizeiteinrichtungen in die Jahre gekommen sind. So werden die Angebote überwiegend von jüngeren Kindern in Anspruch genommen. Das heißt, wir müssen die vorhandenen Orte attraktiver gestalten, wir müssen neue Ort finden und vor allem vernachlässigte Liegenschaften sanieren.

Seit ich Stadträtin bin, habe ich gemeinsam mit dem Jugendamt folgendes in Angriff genommen:

  • Die Jugendfreizeiteinrichtung Düppel wird ab 2019 von Grund auf saniert. dabei bleibt die große Turnhalle, die auch für Theatervorstellungen genutzt wird, erhalten.
  • Ab 2019 wird die Sanierung des Haus der Jugend in der Argentinischen Allee vorbereitet.
  • Gemeinsam mit Jugendlichen haben wir verschiedene Außengelände geplant, da der Aufenthalt im Freien einfach eine große Rolle spielt. Das ist zum einen die Parkour-Anlage am Mörchinger Weg und die so genannte „Bretter-Bude“ am Rathaus Lankwitz.
  • Im Sommer 2018 wurde der Campus Albert-Schweitzer eröffnet, dort wird die Außenanlage im kommenden Sommer erneuert.
  • Aktuell läuft eine großflächige Bedarfserhebung rund um die Jugendfreizeiteinrichtung am Brittendorfer Weg, auch bekannt als „Schottenburg“. Nach den Ergebnissen wird dort ein neues Konzept entstehen, den Bedürfnissen der Bevölkerung Rechnung tragend.