Allgemein Nachruf auf Richard Röhrbein, 26.10.1935 - 14.4.2018

Mit Richard Röhrbein ist ein besonders aktives Mitglied unserer Abteilung von uns gegangen.

Sein Wirken für unseren Zehlendorfer Stadtbereich, insbesondere für die Erhaltung der Eigenart der Waldsiedlung Onkel Toms Hütte und der Gestaltung der Ladenstraße im U-Bahnhof hat Matthias Boye in seinem Nachruf für den Verein Papageiensiedlung ausführlich gewürdigt.

Ich beziehe mich vor allem auf seine vorangehende Tätigkeit als Stadtplaner im Dienst der Stadt Potsdam in den neunziger Jahren.

Über Richards beruflichen Werdegang vor seiner Potsdamer Zeit kann ich nicht viel sagen. Ich weiß nur, dass er zuerst in Lübeck im Bereich der Stadtplanung tätig war. In Berlin wurde er dann Leiter des Stadtplanungsamts im Bezirksamt Wilmersdorf und danach Referatsleiter in der Senatsbauverwaltung.

Veröffentlicht am 05.05.2018

 

Meinung Nach dem Mitgliedervotum: Was heißt Erneuerung?

Christoph Ehmann
Referat anlässlich der Abteilungsversammlung am 22. März 2018 (erweiterte Fassung)

Wir haben Wochen einer intensiven Diskussion hinter uns. Viele von uns waren mit der Erklärung von Martin Schulz am Wahlabend, dass die SPD nicht mehr für eine Große Koalition zur Verfügung steht, einverstanden. Einige von uns haben das in einem Votum für eine Minderheitsregierung dem Parteivorstand gegenüber zum Ausdruck gebracht.

Schließlich haben dann doch manche von uns wie zwei Drittel der Parteimitglieder zu einer GroKo ja gesagt. Gejubelt hat am 4. März im Willy-Brandt-Haus keiner. Weil es hier nicht um Sieg oder Niederlage ging, sondern um die Suche nach dem richtigen Tun in den vor uns liegenden Jahren. Zuvörderst in Deutschland, auch wenn die Freunde in der europäischen und der internationalen Sozialdemokratie deutlich gemacht haben, dass die Entscheidung der SPD nicht nur nationale Bedeutung haben würde.

Schon vor dem Votum war von der notwendigen Erneuerung unserer Partei, sogar von einem Neuanfang die Rede. Einige fanden gar den Ausdruck „Resozialdemokratisierung“ passend. Ich nicht.

Gemeinsam ist allen Forderungen einer Korrektur oder doch zumindest ein Überdenken der Programme und der Praxis der Vergangenheit.

Nun hat die SPD ja eine ganze Menge „Vergangenheit“. Welche sollen wir nehmen? Die 155 Jahre seit Lassalle? Wohl nicht.

Weiter zur kompletten Fassung.

Veröffentlicht am 24.03.2018

 

Geschichte Am 7. April 2016 gedenkt die Berliner SPD der Wiedergründung nach der Abwehr der Vereinigung mit der KPD vor 70 Jahren

Die Veranstaltung findet statt am Ort des ersten Landesparteitags, der Aula der Zinnowwaldschule, Wilskistraße 78-80 in Zehlendorf.

Vortrag zur Feierstunde im Wortlaut

„Der Kampf um die Freiheit“. So betitelte der „Tagesspiegel“ im März 1946 seine Kommentare über das Eintreten der „Berliner Opposition“ innerhalb der SPD der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) gegen die „Verschmelzung“ von SPD und KPD. Erst wenige Monate zuvor, im Juni 1945 waren beide Parteien (wenig später auch die CDU und die LDP) von der damals noch allein in Berlin die Macht ausübenden Sowjetischen Militäradministration (SMAD) zugelassen worden. Als im Herbst 1945 die Wahlen in den sowjetisch besetzten Ländern Ungarn und Österreich von den dortigen bürgerlichen und nicht von den kommunistischen Parteien gewonnen wurden, änderte Stalin die Strategie. Denn die Sozialdemokraten gewannen im sowjetischen Machtbereich nicht nur Wahlen, wo sie möglich waren, sondern sie hatten gegen alle Erwartungen auch in der SBZ deutlich mehr Mitglieder als die KPD unter der Führung von Walter Ulbricht. Nun sollten die Sozialdemokraten mit dem Kommunisten und unter deren Führung „verschmolzen“ werden mit dem Ziel: Sozialdemokraten stellen die Mitglieder, die Führungskader sind Kommunisten.

Veröffentlicht am 22.03.2016

 

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